Die gesetzlichen Grundlagen bestehen in erster Linie aus den „Bedingungen für die Reparatur von Verbundglas-Windschutzscheiben“. Diese Bedingungen sind im amtlichen Verkehrsblatt des Bundesverkehrsministeriums Heft 4- 1986 unter Nr. 55. veröffentlicht.

Danach muss für den Fahrzeugführer - unter allen Betriebs- und Witterungsverhältnissen - ein ausreichend großes und einwandfreies Sichtfeld gewährleistet sein.

Das Fernsichtfeld ist - gemessen aus der Sitzmitte (bei symmetrisch angeordneten Sitzen) - 29 cm breit und endet im oberen und unteren Bereich des Scheibenwischerfeldes.

Weitere Kriterien:

- Die Glasabplatzung darf nicht größer als 5 mm sein
- Die von der Einschlagstelle ausgehenden Sprünge dürfen nicht länger als jeweils 5 cm sein
- Ein Glasriss darf nicht unter der Gummidichtung oder seitlichen Abdeckung enden
- Die Scheibenzwischenfolie darf keine sichtbaren Beschädigungen aufweisen 

Einige Werkstätten lehnen eine Reparatur im Randbereich von 10 cm ab, das ist jedoch keine rechtliche Einschränkung. Die Scheibe ist im Randbereich stärker gewölbt, das schränkt den Einsatz der Reparaturwerkzeuge ein. Weiterhin weisen Frontscheiben im Randbereich höhere Spannungen auf, dadurch erhöht sich das Risiko, dass die Scheibe während der Reparatur zerstört werden kann.