Die dunklen Bereiche einer Beschädigung sind luftgefüllte Areale im Glas. Durch Einfüllen von Reparaturharz soll diese Luft verdrängt werden.

Das Harz soll zum einen durch den gleichen Brechungsindex wie Glas einen optisch einwandfreien Übergang zwischen beiden Materialien schaffen, zum anderen durch die hohen Adhäsionskräfte (Verklebung) ein Weiterreißen eines Glasrisses, d.h. eine Vergrößerung der Schadstelle verhindern.

 Bei einer Steinschlagreparatur ist es nicht von entscheidender Bedeutung, wenn kleine sichtbare Rückstände (z.B. kleine Lufteinschlüsse) verbleiben, solange die genannten Ergebnisse erzielt werden.


Bei Metalloxidbeschichtungen von Sonnenschutzscheiben kann es im Bereich der Schadstelle zu Farbveränderungen kommen.

Reparierte Glasrisse können Randreflexionen aufweisen, sie stellen keinen Mangel dar.

Zulässig für eine erfolgreiche Steinschlag-Reparatur sind:

- Bei einer kreisförmigen Beschädigung (Bullseye) bis 2 cm Durchmesser zwei Lufteinschlüsse mit max. 1 mm Durchmesser.

Ist die Beschädigung größer als 2 cm, sind 3 Einschlüsse zulässig.

- Glasrisse müssen komplett mit Harz ausgefüllt sein (Zulässig sind unausgefüllte Bereiche von max. 10 % der Risslänge).

- Eine Folienablösung (Delamination) darf max. 5 mm über die Glasbeschädigung hinaus auftreten. 

- matte Stellen (Feuchtigkeitsaufnahme der Folie) sind zulässig, sofern alle anderen Kriterien erfüllt sind